Archiv für Mai 2008

Veranstaltungshinweis: Vortrag, Infoveranstaltung und Book Release!

Donnerstag, 5. Juli 2008: : Spielend Europas Grenzen entdecken
Um 19 Uhr in der Humboldt Uni Berlin, Unter den Linden 6, Hörsaal 3059, HU (Westflügel).

Vortrag zu Frontex und der Militarisierung der europäischenSüdgrenze: Seit Mitte der 1980er Jahre wird die Kontrolle europäischer Außengrenzen immer weiter verschärft. Für Tausende Flüchtlinge und international mobile Arbeiter_innen endet der Weg in die EU tödlich. Mit der Gründung der EU-Grenzschutzagentur FRONTEX Ende 2005 hat die Militarisierung der Grenzkontrollen eine neue Stufe erreicht. Fabian Georgi (reflect!) zeigt, wie FRONTEX nicht nur “Risikoanalysen” zu Fluchtrouten erstellt, sondern zugleich durch Ausbildungsprogramme und gemeinsame Kontrolloperationen die Etablierung einer paramilitärischen Europäischen Grenzpolizei vorbereitet.
Die Auswirkungen des europäischen Grenzregimes führt im zweiten Teil der Veranstaltung der AK NoFortressEurope der Naturfreundejugend Berlin am Beispiel Süditaliens vor. Im Rahmen einer Interviewreise im April 2008 wurden Eindrücke und Stimmen zur Situation Migrierender in Süditalien gesammelt. Sie sprachen sowohl mit offiziellen Vertreter_innen von
Gewerkschaften, NGOs, UNHCR, IOM und der Küstenwache, als auch mit Aktivist_innen des Rete Antirazzista Siciliana und Laboratorio Zeta.
Ein erster Reisebericht ist diese Woche in der Jungle World erschienen.

Weitere Artikel folgen bald, und werden nach und nach auf die NFJ-Website gestellt.

endlich wochenende…

i like it loud

Digitalism mit Apollo-Gize von dem Album Idealism(2007).

Fuck you! Underground Gedichte

Ich war skeptisch als ich das Buch anfing zu lesen, doch man kann beim lesen hier und dort wirklich schmunzeln.

Über das Buch: Der amerikanische Underground der 60er Jahre,
jene Gegenbewegung der Outlaws gegen Traditionen, etablierte Sprache und akademische Kultur, gegen Konsum- und Konformitätsverhalten fasziniert auch noch heute.
Es sind ausgeflippte Gedichte in den von Burroughs eingeführten Vulgär-Slang, es sind radikale Gedichte voll Sex, Crime und Hass gegen die Generäle von Vietnam, aber es sind auch Liebesgedichte darunter.

Das Nachwort faszinierte mich an dem ganzem Buch jedoch am meisten, hier ein Ausschnitt.

BURN, BABY, BURN! – Die Great Society hat zwei Weißmacher:
$ & Napalm, und Batman hat Gotham City verlassen und kämpft im Vietnam in seinem Super-Super-Tank gegen das Böse. KILL, KILL, KILL FOR PEACE! Zu Haus in der Browery,
in der Wall Street, im Haight- Ashbury Distrikt und in der East Village, nimmt die Kinderkriminalität zu, wird die Cosa Nostra immer mächtiger, gammelt man Blumenbehangen im LSD-Rausch und geht die Literatur in den Underground. Den revolutionären Studenten,
den Hippies, der neuen intellektuellen Linken, den Wehrdienstverweigerern,
den Friedensmarschierern, den Bürgerrechtskämpfern, den LSD-Schluckern und Haschisch-Rauchern hängt die pluralistische Gesellschaft zum Halse raus. Es ist auch sinnlos, sich mit den Argumenten der Big-Business-Strategen, der Vietnam-Generäle und der Politiker der sozialen Zufriedenheit auseinander zusetzten. Ihre Permissive Society erlaubt nur das was sie bestätigt. Der von Ed Sanders geforderte >totale Angriff auf die Kultur< kann nicht durch systemimmanente Kritik erfolgen, sondern durch Kritik von außen, d.h. von Kriminellen, Süchtigen und Farbigen.
Ihre Slogans heißen: FICKT FÜR DEN FRIEDEN – KASTRIERT LBJ – NIMM LSD – VERLASS DIE SCHULE – RONALD REAGAN IST LESBISCH.

„Das Nachwort von Ralf-Reiner Rygulla ist die Einführung eines Insiders in Entwicklungen und Hintergründe der amerikanischen Subkultur“

Hier kann man mit ein wenig Zeit auch die Gedichte lesen.

Max Frisch- Don Juan oder die Liebe zur Geometrie

Liebe, wie Don Juan sie erlebt, muss das Unheimlich Wiederliche der Tropen haben,
etwas wie feuchte Sonne über einem Sumpf voll blühender Verwesung,
panisch, wie die klebrige Stille voll mörderischer Überfruchtung, die sich selbst auffrisst,
voll Schlinggewächse- ein Dickicht wo man ohne blanke Klinge nicht vorwärstkommt;
wo man Angst hat zu verweilen.




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