Archiv für August 2008

Morgen ist wieder Schule!

Die letzte Ferienwoche habe ich hauptsächlich damit verbracht an einem Ort zu sein an dem es noch kein Internet gibt. Deshalb auch das fernbleiben von Beiträgen. Jetzt habe ich wieder Internet, doch mir fehlen die Ideen.

Morgen fängt die Schule wieder an und das einzige was mich daran nicht stört ist die Tatsache, dass ich die Pausen neuerdings mit einem ziemlich netten Menschen verbringen darf.
Alles andere ist ziemlich beschissen. Das frühe aufstehen und der Zeitraubende Charakter.
Das in die Schule gehen voraussetzt, dass man mindestens 7 Stunden geschlafen hat. Wenn man um 7 Uhr aufstehen muss heißt das man muss um spätestens 23:30 Uhr schlafen gehen, weil man ja auch ca. ne halbe Stunde braucht um einzuschlafen. Das heißt, die nächsten 5 Tage werde ich Abends mal wieder zuhause sein, mir langweiliges Fernsehprogramm reinziehen, versuchen My Space zu verstehen, mich mit meiner Macherin unterhalten und auf eventuellen Besuch hoffen. Ei, ei, ei. Was eine Freude. Da wünscht man sich wirklich Abende zurück an denen man, mit Gucci (Wuff Wuff), über Autos rennend und „Wir haben uns vorgenommen…“ schreiend durch Berlin, meine große Liebe läuft.

Was man sich mit 12 so wünscht…

Es ist ja auch bei mir schon eine Weile her, dass ich 12 Jahre alt war.
Damals habe ich mit einer Freundin Briefe geschrieben, die wir einen Tag vor unserem 16. Geburtstag öffnen sollten. Das hat bei mir leider nicht so ganz funktioniert, weil er verschwunden war… Jetzt ist er wieder aufgetaucht. Drin stehen verschiedenste Dinge, die ich bis zu meinem 16. Geburtstag schon mal gemacht haben sollte.
Teilweise wirklich ziemlich lustig.

1. Einem Jungen einen Zungenkuss gegeben haben.
2. Mit einem Jungen geschlafen haben.
3. Drogen ausprobiert haben.
4. Eine Nacht durchgefeiert haben.
5. In eine Disko gegangen sein.
6. Total betrunken gewesen sein.
7. Für eine Woche bei jemand anderem gewohnt haben.
8. Einen Liebesbrief übergeben haben.
9. Mich von jemandem getrennt haben.
10. Die Schule geschwänzt haben.
11. Mit einer Freundin weggefahren sein.
12. Gekifft haben.
13. Immer noch auf einem Gymnasium sein.

Außerdem konnte man sich heute einen wirklich tollen Film im TV angucken.
‚Walk the Line‘ muss man sich unbedingt mal anschauen, wenn man es bisher nicht getan hat.

Buddy Ogün

Das „Revoluzzer“ Gespräch!

Wieso doofe Sprachen lernen? Es gibt viel lustigere Sachen, die man mit der Zeit anfangen kann.

Knickrille: Wir sind verrückt!
Täubchen: Aber sieht man uns das wirklich so sehr an?
Knickrille: Natürlich sieht man uns das an, aber wir stehen dazu, jawohl.
Täubchen: Aber wie wir doch dazu stehen. Gegen unsere Feinde, unsere Freunde und fast gegen den Rest der Welt. Doch niemand kann uns von unserem Weg abbringen, nee wir bleiben bei unseren Drogen.
Knickrille: Für unsere Drogen werden wir kämpfen und am Ende unserer Lebenstage werden wir als Märtyrer sterben, im Kampfe für die Sache.
Täubchen: Doch nicht nur für die Sache, vor allem für die Akzeptanz, die Legalisierung und nicht zu vergessen die ganzen Opfer.
Knickrille: Ja mein Täubchen, irgendwann wird all das die Regel sein. Jeder wird akzeptieren, gedenken und durch die Legalisierung profitieren.
Täubchen: Menschen werden ihren Horizont erweitern können, neue Lebensmöglichkeiten und neue Drogen entdecken. DAS ist der „amerikanische Traum“.
Knickrille: Yes, the american way of life. Er wird sich auf der ganzen Welt ausbreiten. Ich spüre es, die Revolution wird kommen.
(Musik: „Und ich zähl die Stunden bis zur Revolution, macht endlich den Weg frei, die nächsten warten schon.“)
Täubchen: Tja, der Fortschritt ist eben unaufhaltbar und lässt sich nicht vermeiden. Sie werden bald zur Besinnung kommen und wieder erwachen, ich muss dir zustimmen. Dann erst wird die Welt raven.
Knickrille: Doch eigentlich hätte die Welt schon vor Jahren anfangen können zu raven. Die Revolution wäre schon längst gewesen, die Verluste wären überwunden und die Opfer wären begraben.
Täubchen: Unsere Kinder könnten in einer vorzeigbaren Welt aufwachsen, doch so kam es leider nicht und ich gebe die Hoffnung nicht auf das auch sie für unseren Traum weiterkämpfen werden, selbst wen wir dann Staub zerfallen sind.
Knickrille: Doch dieser Schritt, zu einer solchen Welt ist für uns näher als je zuvor und so müssen wir weiter machen. Sichere, kleine Schritte bringen uns mehr, als leichtsinnig Große.
Täubchen: Das einzige was sich dazu sagen lässt ist: Ich stimme dir zu. Lange genug wurde die Welt durch unsere Gemeinschaft auf den richtigen Weg gebracht, bald ist sie fällig.
Knickrille: Ja, es sollte bei jedem ganz oben auf der Tagesordnung stehen einen kleinen Schritt zu machen, denn ohne die Hilfe aller werden wir scheitern.

Kopfschüsse

Donnerstag, 21.08.2008, 20.00 Uhr
Lesung: „Kopfschüsse“ oder „Wer Pisa nicht versteht, muss mit Rütli rechnen“
Tristeza :: Cafe&Bar :: Kollektivbetrieb :: Pannierstr. 5

Brigitte Pick, die ehemalige Rektorin der Rütli-Schule in
Berlin-Neukölln, liest aus ihrem Buch „Kopfschüsse“. Sie zeigt, wie aus
Schulverlierern Schulversager gemacht werden, die auf dem Arbeitsmarkt
keine Chancen haben. Sie gibt den Schülern der Hauptschulen ein Gesicht
und schildert sie nicht als Rebellen. Sie haben eigentlich ihre Lektion
in der selektierenden Schule gut gelernt. Darüber und über vieles mehr
können Sie mit ihr diskutieren. Das Programm wird von dem Musiker Stefan
Pick und dem Schauspieler Markus Friedmann, der lange beim Berliner
Grips-Theater spielte, begleitet. Sie werden unter anderem den
Rütli-Schwur in seiner Originalfassung und den von 2006 zum Besten
geben, neben anderen Liedern zur Schule. Momo Black, ein ehemaliger
Rütli-Schüler, wird über seine Lebenssituation rappen.
Das unerschrockene „Pisa-Rat-Pack“ rüttelt an den morschen Mauern des
veralteten deutschen Schulsystems, das noch aus dem 19. Jahrhundert stammt.
Eintritt frei.




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