Archiv für Oktober 2008

Schlaue Worte

„Ich würde mir gern mal ne Flöte in‘ Arsch stecken und furzen.“
did

philosophische Momente

Trotz meiner Unreligiösität wurde ich durch meine Umwelt scheinbar so sozialisiert, dass ich irgendwie daran glaube, dass es nach dem Tod noch etwas gibt.
Es gibt Menschen die an den Himmel glauben und sich so, dank ihren Glaubens, etwas schönes vorstellen (‚Gott passt auf mich auf….‘) oder Menschen die sich vorstellen, dass man dort ist wo man will mit allen Menschen die man um sich haben möchte, die auch dort sind wo sie wollen (aber halt trotzdem irgendwie gemeinsam). Diese Art von Menschen stellen sich etwas schönes vor.
Dann gibt es noch die Menschen, die meinen dass man einfach weg ist. Die biologische Sichtweise.
Doch dann gibt es auch diese, die sich etwas ganz anderes Vorstellen.
Meine Vorstellung beispielsweise ist, dass man in ein schwarzes Nichts kommt. Man fühlt noch und man ist auch noch man selbst, jedoch ist man ganz alleine in einem schwarzen Loch. Soetwas ähnliches wie das Universum, bloß mit Luft, ohne Sterne, ohne Planeten, ohne Sonnen und ohne irgenein Licht. Ganz allein, traurig und einsam ist man dort und das für die restliche Unentlichkeit.
Ist es die Vorstellung der Hölle? Nein, daran glaube ich nicht. Es ist meine Vorstellung von dem Dasein nach dem Tod eines jeden Menschen.

Beängstigend…

Nach der Revolution bin ich wieder vollkommen.

Die Halbzeit der Ferien ist erreicht und bisher ist leider noch nicht so sehr viel Erstrebenswertes passiert.
Ein Abend + der darauaffolgende Tag war sehr schön und auch sonst gab es einige Momente die sehr Genießbar waren, aber der absolute Renner, der zu Eintragen, die Erfolgreich sind führen gab es jedoch noch nicht.

Vieles über Gefühle, die eigentlich positiv sein müssten, jedoch durch zu wenig Aufmerksamkeit vernahlässigt und zu schlechter Laune wurden ist gelernt. Daran sind aber weder die positiven Gefühle noch die bzw. der Auslöser jener Gefühle schuld, sondern ganz allein diese Welt, die zur Verbesserung , mit dem Druck etwas zu werden und dem Zwang Lohnarbeit zu leisten bestimmt ist.

Und außerdem Gesprächspartner bei denen ich wieder und nocheinmal einen Gesprächspartner gefunden habe…

Passagiere verhindern Abschiebeflug

Passagiere verhindern Abschiebeflug – Polizei Rollkommando stürmt mit
Schildern und Gummiknüppeln auf Reisende ein

Paris, 18. Oktober 2008, 16 Uhr: Den Abflug aus dem neu designten Terminal E des Flughafens Paris Charles de Gaulle hatte ich mir anders vorgestellt. Während die regulären Passagiere des Flugs Air France 718 nach Senegal direkt aus der eleganten Halle vorne ins Flugzeug steigen, sind am Heck des Fliegers Vorkehrungen getroffen worden, um einen unfreiwilligen Gast an Bord zu befördern: eine extra Gangway steht auf dem Flugfeld, der Zugang eng umstellt von drei Polizeifahrzeugen. Beim Betreten der Kabine kommen mir protestierende Passagiere auf dem Weg zum Cockpit entgegen, tumultartiges Getöse dringt aus dem hinteren Teil des Flugzeugs nach vorne. Ich drängle mich durch zu meinem Platz im hinteren Teil des Flugzeugs – mindestens sechs Polizisten drücken einen gefesselten, jungen Afrikaner auf die Sitzflächen der letzten Bankreihe. Eine Polizistin mit Lederhandschuhen macht sich am Kopf des Abschiebehäftlings zu schaffen oder hält ihm den Mund zu. Trotzdem gelangen immer wieder Klagen und Schreie des unfreiwilligen Passagiersan unsere Ohren. Abgeschirmt wird die Szene von etwa drei Zivilbeamten, im Hintergrund Richtung Ausgang stehen zusätzliche uniformierte Polizisten, die groteske Szene umringt von unterschiedlichsten Passagieren, die protestieren, auf Polizei und Crew einreden, argumentieren, ihrer Fassungslosigkeit über die Vorgänge in der Kabine Ausdruck verleihen.
Ein Gutteil der Fluggäste ist in eine Art Stehstreik getreten – das Flugzeug ist voll, man weigert sich, unter diesen Umständen loszufliegen.
Ein Passagier bringt die Polizeiaktion mit der Kolonialgeschichte in Verbindung, ein älteres Paar hält Crew und Polizei lautstark die Passagierrechte vor. In unterschiedlichsten Sprachen wird gefragt, warum Air France solche Vorgänge an Bord zulässt, Forderungen, der Kapitän solle die groteske Szene beenden, werden laut. Der taucht auch auf, doch obwohl die Situation langsam tumultartigen Charakter bekommt, bricht er die Sache offenbar nicht ab, verzeiht sich unverrichteter Dinge in die Pilotenkanzel.

Die Situation eskaliert, als CRS Spezialeinheiten, martialisch ausgestattet mit Helmen, Schildern und Gummiknüppeln, in der Kabine auftauchen: Passagiere werden eingeschüchtert, Leute die Fotos machen oder filmen, werden bedroht, Rentner werden angeherrscht, die Stimmung im Flieger wird dadurch erst richtig aufgeheizt. Plötzlich stürmt das 6 bis 10 köpfige Rollkommando durch das halbe Flugzeug, knüppelt wahllos auf Passagiere ein, greift sich schließlich einen großen afrikanischen Mann. Andere Fluggäste gehen empört dazwischen, ein Frau versucht den Passagier festzuhalten, andere stellen sich in den Weg, das Rollkommando prügelt sich seinen Weg zurück zur Gangway und zerrt den Passagier aus dem Flieger. Eine alte Dame steht wegen der Aktion unter Schock und bricht fast zusammen, Sanitäter rufen den Flughafenarzt herbei. Kurz darauf bricht die Polizei die Abschiebeaktion ab, die Zivilpolizisten packen ihre Sachen zusammen. Es dauert ewig, bis der junge Afrikaner von seinen Fesseln befreit ist. Endlich verlässt die gesamte Kompanie unter Applaus der Zuschauer das Flugzeug. Ein Amerikanischer Fluggast vergleicht die Aktion mit Nazi-Germany. Fazit: Sanitäter und Ärzte sind noch eine halbe Stunde mit der Ohnmächtigen beschäftigt, das Flugzeug startet mit einer Stunde Verspätung, ein kritischer Passagier wird zunächst provoziert, dann verhaftet, und am Mitflug gehindert.

Christoph Schäfer, Dakar, 19.10.2008

Werbung

PLAY IT AGAIN KARL
Party und Konzert
Festsaal Kreuzberg (Skalitzer Str. 130)
23.30 Uhr

DJ King Fehler von der „Knarf Rellöm Trinity“,
„Small Town Girls“ (Bandprojekt der Stella-Sängerin Elena Lange),
„Erich Lesovsky“,
„Sportbrigade Sparwasser“.

Soli für die Marx-Herbstschule vom 24.-26.10.2008 in Berlin. Organisiert von Marx-Gesellschaft e.V., dem Berliner Verein zur Förderung der MEGA-Edition, Theorie.Organisation.Praxis Berlin und dem Ums Ganze-Bündnis – unterstützt von der Naturfreundejugend Berlin und der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Eintritt: 5 EUR.

-----------------------------------------------------------------------------------------------

1. November 2008 – Egotronic – Festsaal X- Berg
7. Februar 2009 – Prinz Pi – Columbia Club (VVK 15€)




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: