Archiv für Januar 2009

Heute mal ohne Feenstaub!

Dienstag entscheiden, dass man Mittwoch nicht zur Schule geht.
Das Einzige auf was man sich gefreut hat verlieren.
Die Nähe dafür verlieren.
Irgendetwas zwischen Wut und Traurigkeit.
Entweder Nähe und Schuld oder ein guter Wille und Einsamkeit.

‚Ich werde ein Gänseblümchen nehmen und euch damit erschießen.‘

Geschenke, feiern, Kater, Daiquiri…

Schön war das Wochenende mal wieder.

Helen ist ein Jahr älter geworden und hat viele schöne Geschenke bekommen.
Bücher: „Frühling und so“ (schlimmer als Feuchtgebiete), „Exodus“ (das große Epos um die Gründung Israels)
Alkohol: Absolut ‚love‘ Vodka
Schuhe
Konzertkarten: Prinz Pi (+ Casper, Maeckes & Plan B)
Erinnerungen
Musik: ‚Kein Mensch ist illegal schon garnicht wenn er breit ist!!!‘

Unterhosen mit Herzchen und Strumpfhosen mit Strenchen
….

Außerdem gab es dazu noch eine wunderbare Party, die supertoll war obwohl man irgendwann nur noch zu zweit war, weil alle gegangen waren.

Pink Rabbit Operation: Falsche Helden


1. Coup: Pink Rabbit trittauf dem rotem Teppich bei der Europapremiere von Operation Walküre auf.

pr

der hat auch was zum besten gegeben.
Und es noch ein Video.

Neue Kampagne

Stauffenberg kommt jetzt groß raus: Als „unser Übermensch!“(FAZ) steht er für das gute Deutschland, auf das wir alle endlich wieder stolz sein sollen. Dabei ist die Weste des Generalstabsoffiziers keineswegs so unbefleckt, wie die deutsche Einigkeit das gern hätte. Und: Die „Ehre der Nation“ soll Stauffenberg l ebenso wenig retten, wie irgendein anderer: Wir stricken nicht mit an deutschen Mythen. Wir wollen keine Helden.
Deutschland ist uns Möhre!

Über den Attentatsversuch des 20. Juli ist eigentlich alles gesagt. JedeR kann es nachlesen: Ein Teil der Attentäter trug aktiv zu verbrecherischen Aktionen wie den Massenmorden im damaligen „deutschen Reich“ und den besetzten Gebieten bei. Viele der Mitglieder des Kreises, inklusive Stauffenberg, waren überzeugte AntisemitInnen, Militaristen und an den Verbrechen der Wehrmacht beteiligt.. Sogar die Gestapo konnte keine grundlegenden Differenzen erkennen, sondern hielt nach dem misslungenen Attentat fest, dass die VerschwörerInnen „bei grundsätzlicher Bejahung des Antisemitismus, die Methode seiner Durchführung ablehnten.“
Ist das ein Grund keinen Film über Graf Schenk von Stauffenberg oder den 20. Juli 1944 allgemein zu machen? Nö. Darf es ein schlechter Film sein, der die historischen Details ausspart und Stauffenberg als Actionheld inszeniert? Ja. Darf ein Schauspieler, der einer etwas sonderbaren Religionsgemeinschaft angehört, Stauffenberg spielen? Wegen uns schon – wir müssen ihn ja nicht anschauen!

Was hat Tom Cruise mit Fußball zu tun?

Unser Problem ist ein anderes: Mit der Helden-Figur Stauffenberg wird „Nation gemacht“, d.h. eine ruhmvolle Geschichte konstruiert, mit der sich alle identifizieren und wohl in Deutschland fühlen sollen: Die FAZ freut sich schon jetzt:„ [Tom Cruise] wird jetzt sein Superstar-Licht auf diesen seltenen glanzvollen Moment im düstersten Kapitel unserer Geschichte werfen. Er wird dadurch allein das Ansehen Deutschlands mehr befördern, als es zehn Fußball-Weltmeisterschaften hätten tun können.“
Was aber hat nun Superbunny Stauffenberg mit zehn Fußballweltmeisterschaften und mit Nationalismus zu tun? Nationen sind erstmal nichts Naturgegebenes. Sie müssen erfunden werden. Das ist gar nicht so einfach, denn erst einmal scheint es nicht übermäßig logisch, dass Menschen, die sich größtenteils nicht kennen und unterschiedliche Interessen haben, sich als Teil einer Gemeinschaft verstehen. Der Eine ist schwul, die Andere hetero, die Eine muss arbeiten gehen, der Andere lässt für sich arbeiten. Um hier eine Gemeinschaft herzustellen, wird eine gemeinsame kulturelle Tradition erfunden. Dies ist die Voraussetzung, damit Menschen glauben, mit „Wir“ seien „die Deutschen“ gemeint … und nicht der Kaninchenzüchterverein Nordwest, in dem sie Mitglied sind. Erst über die Erfindung einer gemeinsamen Geschichte wird ein gemeinsames (nationales) „Wir“ geschaffen.

Problembär Deutschland
In Deutschland gab es nach 1945 ein Problem bei der täglichen Neuerfindung der Nation. Deutschland hatte fast alle seine Nachbarn und die Nachbarn seiner Nachbarn überfallen. Neben der industriellen Ermordung von Jüdinnen, Juden, Sinti, Roma und als „asozial“ Deklarierten, wurden Millionen Menschen zur Zwangsarbeit verschleppt. Insbesondere in Polen und der Sowjetunion wurden Millionen Menschen ermordet.
Diese Handlungen waren ein nationales Gemeinschaftsprojekt. Fast alle nichtjüdischen Deutschen haben sich daran beteiligt: Der Bahnmitarbeiter, der Deportationszüge abfertigte, der kleine Angestellte, der nach der Denunziation seiner jüdischen Nachbarn die Wohnung günstig übernahm und eben auch der Oberst Claus von Stauffenberg, der als Kommandeur die Rassen- und Weltanschauungskriegszügen mit plante und durchführte. Nach 1945 gab es daher in Deutschland ein erhebliches Bedürfnis nach Reinwaschung. Ein neues Bild der „deutschen Nation“ musste her. Es wurde folgender Mythos erfunden:

-Außer einigen wenigen nationalsozialistischen Führungskräften habe niemand von den Verbrechen gewusst.
-Ein großer Teil der direkt an der Vernichtungspolitik Beteiligten hätten auf Grund von Befehlen mitmachen müssen, sonst wären sie selbst ermordet worden.
-Der Nationalsozialismus sei nur ein „dunkles Kapitel“ einer ansonsten unproblematischen deutschen Geschichte: Die Nazis als Betriebsunfall.

Wo der Hase lang läuft… Deutschland 2.0
Schönes neues Deutschland also? Mit der Zeit aber bekamen die Mythen Brüche und büßten ihre Überzeugungskraft ein. Historikerinnen und Historiker hatten nachgewiesen, dass die genannten Behauptungen ziemlicher bullshit sind. Lang genug hat das gedauert, denn das wussten die (überlebenden) Opfer und die TäterInnen ja eigentlich auch schon vorher.
Da es Deutschland nun aber immer noch gibt und das wohl auch noch eine Weile so bleibt, muss man irgendwie anders „Heldenrettung“ betreiben. Der Antisemitismus, die Homophobie und der Rassismus von Stauffenberg und Konsorten werden in der FAZ als kleine Fehler bezeichnet, die die Gesamtleistung nicht schmälerten.

Wider deutsche Helden! Wider deutsche Mythen!
Daher ist es uns egal, ob Tom „Topgun“ Cruise, Veronica „Kartoffel“ Ferres oder Götz George den Stauffenbunny gibt. Es ist uns schlicht Möhre, ob er von einem Scientologen, einem Buddhisten oder einer promovierten Betriebswirtschaftlerin gespielt wird. Wir wollen den Mythos des deutschen Helden Stauffenberg nicht. Unsere Solidarität gilt den Opfern des Nationalsozialismus. Sie gilt vor allem denen, die schon vor 1944 Widerstand leisteten und die auf Grund ihrer Herkunft, ihres Glaubens, ihrer sexuellen Orientierung oder eines anderen tatsächlichen oder zugeschriebenen Merkmals verfolgt wurden. Stauffenberg und die MitverschwörerInnen waren TäterInnen, bevor sie zu Opfern wurden. Sie waren AntisemitInnen, SchwulenfeindInnen, Beteiligte am Massenmord.
Es gibt keine „Ehrenrettung“ der deutschen Nation. Weder durch Stauffenberg-Cruise, noch durch Andere. Wir wollen keine Werbung für Deutschland. Wir wollen Deutschland nicht.

Pink Rabbit: Ist dagegen!

Aus diesem Grund wird im Jahr 2009 Pink Rabbit viel unterwegs sein. Überall dort, wo nationale Inszenierungen stattfinden, wird es auftauchen und sie lächerlich machen. Auf der Website: HIER wird es regelmäßig seine neuesten Coups erläutern.

Mh? Was das Pink Rabbit sich wohl bisher für Coups überlegt hat?

Tic Tac Toe vs. Police

Nachdem in einer Kneipe alle Sauren aufgekauft, drei Geburtstage gefeiert, alte bekannte wiedergesehen waren und noch eine Jacke liegengelassen wurde ist man erstmal betrunken weitergewatschelt und hat die Nacht an einem Tresen oder schlafend auf einer Couch verbracht bevor man dann endlich nach Hause durfte.
Viel spektakulärer ging es dann am Samstag weiter.
Nachdem über die Watscheinlichkeit beim Sex die ‚Löcher‘ zu verfehlen geredet wurde endete der Abend ziemlich betrunken.
Leute die in der Tram auf das Rauchverbot hingewiesen haben wurden nicht beachtet und mit einem ‚Solange du kein BVG- Ausweiß hast interessiert mich das nicht.‘ abgespeist.
Mit einem dickem Kopf hat man Sonntag gefrühstückt und hat versucht bei dem blendenem Licht des Vollmondes wieder einzuschlafen.




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