Archiv der Kategorie 'ich muss weg...'

Stalin hat uns das Herz gebrochen!

Die fünfteilige Veranstaltungsreihe widmet sich schwerpunktmäßig einerseits stalinistischer Verfolgung in der DDR, die antisemitische Muster mobilisierte und gegen jüdische Kommunist_innen einsetzte und andererseits jüdischem Leben und Alltagsantisemitismus in der DDR.

Zudem wendet sich die Veranstaltungsreihe gegen den Versuch von konservativer Seite, Kritik am Antisemitismus in der DDR dafür zu nutzen, die Gedenkpolitik der Bundesrepublik von ihren Fehlern rein zu waschen und Nation und Kapitalismus zu legitimieren.

Im bundesdeutschen Gedenken haben Jüdinnen und Juden nur als Opfer antisemitischer Verfolgung Platz. Und auch nur dann, wenn sie sich nicht als Kommunist_innen begreifen.
Demgegenüber sollen in der Veranstaltungsreihe insbesondere die Lebensschicksale, Erfahrungen und Perspektiven jüdischer Kommunist_innen im Mittelpunkt stehen, wobei auch diejenigen einbezogen werden, die sich heute aufgrund ihrer Erfahrungen nicht mehr als solche bezeichnen wollen.

Mittwoch, 11. Februar 2009, 19.00 Uhr FILM & VORTRAG
Stalin hat uns das Herz gebrochen
Dienstag, 24. Februar 2009, 19.00 Uhr VORTRAG
Der Nationale Antisemitismus und seine Bedeutung im Staatsozialismus
Mittwoch, 11. März 2009, 19.00 Uhr FILM & GESPRÄCH
Wie aus einer Kommunistin eine Jüdin wurde
Mittwoch, 25. März 2009, 19.00 Uhr FILM & GESPRÄCH
DDR-Alltag und Antisemitismus
Mittwoch, 8. April 2009, 19.00 Uhr DISKUSSION
Perspektiven einer emanzipatorischen Erinnerungs- und Gedenkpolitik
Haus der Demokratie, Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin-Prenzlauer Berg
Tram M4, Bus 200, 240, Haltestelle “Am Friedrichshain”

Der “AK Stalin hat uns das Herz gebrochen” ist ein Arbeitskreis der Naturfreundejugend Berlin.
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Neue Kampagne

Stauffenberg kommt jetzt groß raus: Als „unser Übermensch!“(FAZ) steht er für das gute Deutschland, auf das wir alle endlich wieder stolz sein sollen. Dabei ist die Weste des Generalstabsoffiziers keineswegs so unbefleckt, wie die deutsche Einigkeit das gern hätte. Und: Die „Ehre der Nation“ soll Stauffenberg l ebenso wenig retten, wie irgendein anderer: Wir stricken nicht mit an deutschen Mythen. Wir wollen keine Helden.
Deutschland ist uns Möhre!

Über den Attentatsversuch des 20. Juli ist eigentlich alles gesagt. JedeR kann es nachlesen: Ein Teil der Attentäter trug aktiv zu verbrecherischen Aktionen wie den Massenmorden im damaligen „deutschen Reich“ und den besetzten Gebieten bei. Viele der Mitglieder des Kreises, inklusive Stauffenberg, waren überzeugte AntisemitInnen, Militaristen und an den Verbrechen der Wehrmacht beteiligt.. Sogar die Gestapo konnte keine grundlegenden Differenzen erkennen, sondern hielt nach dem misslungenen Attentat fest, dass die VerschwörerInnen „bei grundsätzlicher Bejahung des Antisemitismus, die Methode seiner Durchführung ablehnten.“
Ist das ein Grund keinen Film über Graf Schenk von Stauffenberg oder den 20. Juli 1944 allgemein zu machen? Nö. Darf es ein schlechter Film sein, der die historischen Details ausspart und Stauffenberg als Actionheld inszeniert? Ja. Darf ein Schauspieler, der einer etwas sonderbaren Religionsgemeinschaft angehört, Stauffenberg spielen? Wegen uns schon – wir müssen ihn ja nicht anschauen!

Was hat Tom Cruise mit Fußball zu tun?

Unser Problem ist ein anderes: Mit der Helden-Figur Stauffenberg wird „Nation gemacht“, d.h. eine ruhmvolle Geschichte konstruiert, mit der sich alle identifizieren und wohl in Deutschland fühlen sollen: Die FAZ freut sich schon jetzt:„ [Tom Cruise] wird jetzt sein Superstar-Licht auf diesen seltenen glanzvollen Moment im düstersten Kapitel unserer Geschichte werfen. Er wird dadurch allein das Ansehen Deutschlands mehr befördern, als es zehn Fußball-Weltmeisterschaften hätten tun können.“
Was aber hat nun Superbunny Stauffenberg mit zehn Fußballweltmeisterschaften und mit Nationalismus zu tun? Nationen sind erstmal nichts Naturgegebenes. Sie müssen erfunden werden. Das ist gar nicht so einfach, denn erst einmal scheint es nicht übermäßig logisch, dass Menschen, die sich größtenteils nicht kennen und unterschiedliche Interessen haben, sich als Teil einer Gemeinschaft verstehen. Der Eine ist schwul, die Andere hetero, die Eine muss arbeiten gehen, der Andere lässt für sich arbeiten. Um hier eine Gemeinschaft herzustellen, wird eine gemeinsame kulturelle Tradition erfunden. Dies ist die Voraussetzung, damit Menschen glauben, mit „Wir“ seien „die Deutschen“ gemeint … und nicht der Kaninchenzüchterverein Nordwest, in dem sie Mitglied sind. Erst über die Erfindung einer gemeinsamen Geschichte wird ein gemeinsames (nationales) „Wir“ geschaffen.

Problembär Deutschland
In Deutschland gab es nach 1945 ein Problem bei der täglichen Neuerfindung der Nation. Deutschland hatte fast alle seine Nachbarn und die Nachbarn seiner Nachbarn überfallen. Neben der industriellen Ermordung von Jüdinnen, Juden, Sinti, Roma und als „asozial“ Deklarierten, wurden Millionen Menschen zur Zwangsarbeit verschleppt. Insbesondere in Polen und der Sowjetunion wurden Millionen Menschen ermordet.
Diese Handlungen waren ein nationales Gemeinschaftsprojekt. Fast alle nichtjüdischen Deutschen haben sich daran beteiligt: Der Bahnmitarbeiter, der Deportationszüge abfertigte, der kleine Angestellte, der nach der Denunziation seiner jüdischen Nachbarn die Wohnung günstig übernahm und eben auch der Oberst Claus von Stauffenberg, der als Kommandeur die Rassen- und Weltanschauungskriegszügen mit plante und durchführte. Nach 1945 gab es daher in Deutschland ein erhebliches Bedürfnis nach Reinwaschung. Ein neues Bild der „deutschen Nation“ musste her. Es wurde folgender Mythos erfunden:

-Außer einigen wenigen nationalsozialistischen Führungskräften habe niemand von den Verbrechen gewusst.
-Ein großer Teil der direkt an der Vernichtungspolitik Beteiligten hätten auf Grund von Befehlen mitmachen müssen, sonst wären sie selbst ermordet worden.
-Der Nationalsozialismus sei nur ein „dunkles Kapitel“ einer ansonsten unproblematischen deutschen Geschichte: Die Nazis als Betriebsunfall.

Wo der Hase lang läuft… Deutschland 2.0
Schönes neues Deutschland also? Mit der Zeit aber bekamen die Mythen Brüche und büßten ihre Überzeugungskraft ein. Historikerinnen und Historiker hatten nachgewiesen, dass die genannten Behauptungen ziemlicher bullshit sind. Lang genug hat das gedauert, denn das wussten die (überlebenden) Opfer und die TäterInnen ja eigentlich auch schon vorher.
Da es Deutschland nun aber immer noch gibt und das wohl auch noch eine Weile so bleibt, muss man irgendwie anders „Heldenrettung“ betreiben. Der Antisemitismus, die Homophobie und der Rassismus von Stauffenberg und Konsorten werden in der FAZ als kleine Fehler bezeichnet, die die Gesamtleistung nicht schmälerten.

Wider deutsche Helden! Wider deutsche Mythen!
Daher ist es uns egal, ob Tom „Topgun“ Cruise, Veronica „Kartoffel“ Ferres oder Götz George den Stauffenbunny gibt. Es ist uns schlicht Möhre, ob er von einem Scientologen, einem Buddhisten oder einer promovierten Betriebswirtschaftlerin gespielt wird. Wir wollen den Mythos des deutschen Helden Stauffenberg nicht. Unsere Solidarität gilt den Opfern des Nationalsozialismus. Sie gilt vor allem denen, die schon vor 1944 Widerstand leisteten und die auf Grund ihrer Herkunft, ihres Glaubens, ihrer sexuellen Orientierung oder eines anderen tatsächlichen oder zugeschriebenen Merkmals verfolgt wurden. Stauffenberg und die MitverschwörerInnen waren TäterInnen, bevor sie zu Opfern wurden. Sie waren AntisemitInnen, SchwulenfeindInnen, Beteiligte am Massenmord.
Es gibt keine „Ehrenrettung“ der deutschen Nation. Weder durch Stauffenberg-Cruise, noch durch Andere. Wir wollen keine Werbung für Deutschland. Wir wollen Deutschland nicht.

Pink Rabbit: Ist dagegen!

Aus diesem Grund wird im Jahr 2009 Pink Rabbit viel unterwegs sein. Überall dort, wo nationale Inszenierungen stattfinden, wird es auftauchen und sie lächerlich machen. Auf der Website: HIER wird es regelmäßig seine neuesten Coups erläutern.

Mh? Was das Pink Rabbit sich wohl bisher für Coups überlegt hat?

„Israel sind die wahren Terroristen.“

Unwohles gefühl am ersten Schultag.
Französisch: 1 Punkt
Biologie: 3 Punkte
Geschichte: 9 Punkte
Deutsch: 9 Punkte
Noch nie in meiner bisherigen Schulkariere habe ich jede einzelne Klausur so verhauen, wie in der letzten Zeit.
Nun gut diese Woche kommt erstmal die letzte, nächste Woche ist ja dann auch Notenschluss.

Lichtblick ist dann das Wochenende, wo dann etliches an alkoholischen Getränken in meinem Körper landen wird.
LL-Demo am 11.1.2009 in Berlin: 10 Uhr | Frankfurter Tor
Antifa-Soli-Party: 10.1.2009 | 21 Uhr | KATO (U-Schlesisches Tor)

Für den Sommer und gegen die beschissene Kälte.

Endlich Wochenende.
Die Laune steigert sich von 4% auf 82% und trotz der Kälte ist ein Stadtspaziergang, der viel Stärke braucht von vorne bis hinten mitgelaufen zu werden angesagt.
Heute abend wird dann gefeiert:
Silvio-Meier-“After-Demo-Party“
21.00 Uhr, K9
Um die entstandenen Kosten für die Silvio-Meier-Demo wieder decken zu können.

„Für die, die noch nie gehört haben, wie ich mich über diese Frau auslasse.“ oder „You’re so indie rock it’s almost an art.“

Durch Sauerkrauts (He’s back!) tollem Beitrag über seine scheinbar ziemlich traurige Kindheit nicht nur im östlichen Teil Berlins, sondern auch noch im östlichen Teil dieser ganzen beschissenen Bundesrepublik bin ich auch mal wieder auf meine Oma gekommen.
Meine Oma hat schon seid 3 oder 4 Jahren die 80er Grenze überschritten und dieses ist nicht das erste Jahr indem ich mich wirklich Frage wem das nutzt. Sie ist nicht nur eine Rassistin und eine Nazifrau, nein sie ist auch noch menschlich die schrecklichste Person die ich so im Sinn habe.
‚Deutschland braucht mal wieder nen kleinen Adolf.‘ hört man wirklich gerne, wenn man mal kurz anruft um zum Geburtstag zu gratulieren…
Glücklicherweise lebt sie in einer anderen deutschen Metropole, wo sie ihren einen schwulen (ganz wichtige Information, die immer und immer wieder betont wird) Freund, ihre Putzfrau (die zum größerem Teil Seelsorgerin für sie ist), ihren Fernsehr (auf dem NUR Sportsendungen geguckt werden) und sonst noch 2- 3 ältere Menschen hat. Das ist zumindest die größte Vorsorge sie, hoffentlich, nie wieder sehen zu müssen.

Außerdem:
Es gibt schon seid einiger (kurzen) Zeit einen wundervollen neuen Blog.
TOFUBURGER
Hier ein kleiner Eindruck:

Das Beste
Es lässt mich nicht ruhen
Wie kann ich wirklich was
für Europa tun?
Und wenn du mich einen Landesverräter nennst:
Das Beste wäre für Europa,
wenn Frankreich bis an die Elbe reicht
und Polen direkt an Frankreich grenzt.
Wolfgang Neuss (1965)

oder auch:
‚Sie wollten den totalen krieg haben. Wir haben ihnen gegeben worum sie gebettelt haben.‘




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